KARY FALLER KÖBELE PARTG MBB

Steuerliche Fehlentscheidungen erkennen, bevor sie Geld kosten

Holding, Stiftung, „Steuersparmodell“: Viele Strukturen klingen in der Theorie überzeugend – und passen in der Praxis nicht zur konkreten Situation. Mit unserem Selbsttest prüfen Sie in fünf Minuten, wo Ihre Struktur auf Annahmen statt auf Zahlen beruht.

Ihr Ansprechpartner

Roy Trescher

Steuerberater

Tragfähige Struktur oder gefährliche Standard-Empfehlung?

Holding-Strukturen, Familienstiftungen und „Optimierungsmodelle“ werden häufig als einfache Lösung präsentiert, mit der sich pauschal Steuern sparen lassen. In der Beratungspraxis sehen wir regelmäßig das Gegenteil.

Das Problem liegt selten in der Gestaltung selbst, sondern in ihrer Herleitung: Voraussetzungen werden nicht vollständig geprüft, Wechselwirkungen zwischen Ertragsteuer, Erbschaftsteuer und Grunderwerbsteuer bleiben unberücksichtigt, Sperrfristen nach dem Umwandlungssteuergesetz werden übersehen – oder die Entscheidung fällt, bevor die Zahlen vorliegen.

So entstehen Strukturen, die zunächst plausibel wirken, langfristig aber zu unnötiger Komplexität, höheren laufenden Kosten und eingeschränkter Handlungsfähigkeit führen. Besonders teuer wird es, wenn eine Struktur später wieder rückabgewickelt werden muss: Was sich in einer Stunde beschließen lässt, kostet in der Korrektur oft Jahre und sechsstellige Beträge.

Der Selbsttest auf dieser Seite hilft Ihnen, typische Fehlannahmen zu erkennen und einzuordnen, bei welchen Gestaltungen in Ihrer Situation besondere Vorsicht geboten ist – damit Sie Ihre nächste Entscheidung auf einer belastbaren Grundlage treffen.

Selbsttest: Wo entstehen typische steuerliche Fehlentscheidungen?

Markieren Sie alle Aussagen, die auf Sie zutreffen. Sie erhalten am Ende sofort eine Einordnung – ohne Registrierung, ohne Datenübermittlung.

Ihre Angaben: 0 von 30 Aussagen markiert Beantworten Sie die Blöcke 1 bis 6.
1

Holding-Struktur, „weil man das so macht“

Warum das kritisch ist

Eine Holding kann sinnvoll sein – aber nur unter bestimmten Voraussetzungen, etwa bei thesaurierten Gewinnen, konkreten Reinvestitionsplänen oder einer absehbaren Exit-Strategie. Die Beteiligungsertragsbefreiung nach § 8b KStG wirkt nur, wenn Gewinne tatsächlich in der Holding bleiben.

  • Sperrfristen nach §§ 20, 22 UmwStG binden Sie sieben Jahre
  • zusätzlicher Verwaltungs- und Abschlussaufwand je Gesellschaft
  • Grunderwerbsteuer bei Immobilien im Betriebsvermögen
  • kein Effekt, wenn die Gewinne ohnehin privat benötigt werden
2

Stiftung als vermeintliche Steuerlösung

Warum das kritisch ist

Die Familienstiftung ist ein hochkomplexes Konstrukt und nur für spezielle Konstellationen tragfähig. Sie ist ein Instrument der Vermögensbindung – kein Instrument der laufenden Steuersenkung.

  • Erbersatzsteuer alle 30 Jahre nach § 1 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG
  • endgültiger Vermögensübergang, faktisch kaum rückabwickelbar
  • eingeschränkte Entscheidungsfreiheit durch die Satzungsbindung
  • laufender Verwaltungs- und Governance-Aufwand
3

Steuerliche Entscheidungen ohne Gesamtstrategie

Warum das kritisch ist

Einzelmaßnahmen ohne Gesamtstrategie führen regelmäßig zu widersprüchlichen Ergebnissen – etwa wenn eine ertragsteuerlich sinnvolle Gestaltung die erbschaftsteuerliche Begünstigung des Betriebsvermögens gefährdet.

  • unnötig hohe Steuerbelastung über den Zyklus betrachtet
  • verpasste Gestaltungsmöglichkeiten mit Antrags- oder Stichtagsfristen
  • fehlende Planbarkeit von Liquidität und Ausschüttungen
4

Übernahme von „Best Practices“ anderer Unternehmer

Warum das kritisch ist

Was bei anderen funktioniert, hängt von deren Rechtsform, Branche, Gesellschafterkreis, Gewinnhöhe und Zeithorizont ab. Dieselbe Gestaltung kann in Ihrem Unternehmen wirkungslos oder nachteilig sein – und sie kann eine spätere Nachfolge oder einen Verkauf blockieren.

5

Komplexe Konstrukte ohne klaren Nutzen

Warum das kritisch ist

Komplexität ist kein Vorteil, solange sie keinen belegbaren Zweck erfüllt. Sie erzeugt laufende Kosten, Abstimmungsaufwand und Dokumentationspflichten – und im Betriebsprüfungsfall die Frage nach außersteuerlichen Gründen.

  • höhere laufende Kosten je Gesellschaft (Abschluss, Prüfung, Deklaration)
  • Risiko einer verdeckten Gewinnausschüttung bei unklaren Leistungsbeziehungen
  • eingeschränkte Flexibilität bei Nachfolge, Finanzierung und Verkauf
6

Grenzüberschreitende Strukturen Deutschland/Schweiz

Warum das kritisch ist

Grenzüberschreitende Strukturen scheitern selten am Konzept, sondern an der Umsetzung: fehlende Substanz, tatsächliche Geschäftsleitung im Inland nach § 10 AO oder eine ungeklärte Ansässigkeit nach Art. 4 DBA Deutschland/Schweiz.

  • Hinzurechnungsbesteuerung nach §§ 7 ff. AStG
  • Wegzugsbesteuerung auf Anteile nach § 6 AStG
  • Versagung von Quellensteuerentlastungen nach § 50d Abs. 3 EStG

So schaffen wir Klarheit über Ihre Struktur

Wir prüfen bestehende und geplante Gestaltungen mit Zahlen statt mit Faustregeln – ergebnisoffen und mit Blick auf Ihre unternehmerischen und privaten Ziele.

Strukturanalyse und Vorteilhaftigkeitsrechnung

Wir rechnen Ihre bestehende und mögliche Zielstruktur über einen mehrjährigen Zeitraum durch – inklusive Umsetzungskosten und laufendem Aufwand. Am Ende steht eine Zahl, keine Vermutung.

Holding-Check

Wir prüfen, ob sich eine Holding in Ihrer Gewinn- und Investitionssituation rechnet, welcher Umwandlungsweg steuerneutral möglich ist und welche Sperrfristen zu beachten sind.

Stiftung und Vermögensbindung

Wir bewerten, ob eine Familienstiftung Ihre Ziele tatsächlich erreicht – und stellen die Alternativen wie Poolvereinbarung, Familien-KG oder Nießbrauchslösung transparent gegenüber.

Steuerliche Gesamtstrategie

Ertragsteuer, Erbschaft- und Schenkungsteuer, Grunderwerbsteuer und Umsatzsteuer werden gemeinsam betrachtet und in eine mehrjährige Planung überführt.

Nachfolge und Transaktion

Wir richten Ihre Struktur so aus, dass Übergabe oder Verkauf möglich bleiben – statt sie durch eine kurzfristig gedachte Gestaltung zu blockieren.

Internationale Steuerberatung

Wir begleiten Unternehmerinnen und Unternehmer beim Wegzug, oder grenzüberschreitende Beteiligungen.

Ihr Weg zur belastbaren Entscheidung

01

Erstgespräch und Bestandsaufnahme

Wir sichten Ihre bestehende Struktur, Jahresabschlüsse und Verträge und klären Ihre Ziele für die nächsten fünf bis zehn Jahre. Dauer: rund 60 Minuten, persönlich in der Wilhelmstraße oder per Videokonferenz.

02

Analyse und Vergleichsrechnung

Sie erhalten eine schriftliche Gegenüberstellung Ihrer Ist-Struktur und der sinnvollen Alternativen mit Steuerbelastung, Umsetzungskosten, Fristen und Risiken – interdisziplinär abgestimmt zwischen Steuerberatung, Rechtsberatung und Wirtschaftsprüfung.

03

Umsetzung und laufende Begleitung

Wir setzen die gewählte Struktur mit Notar, Register und Finanzamt um, holen bei Bedarf eine verbindliche Auskunft ein und betreuen die neue Struktur anschließend laufend.

Unser Prozess in Freiburg

Persönliches Erstgespräch vor Ort

Wir lernen Sie und Ihr Unternehmen in einem persönlichen Erstgespräch in unserer Kanzlei in der Wilhelmstraße oder online kennen und analysieren gemeinsam Ihre Ausgangssituation und Ziele.

Entwicklung der Steuerstrategie

Wir entwickeln eine auf Ihre Gruppe zugeschnittene Steuerstrategie mit klaren Zielen, Schwerpunkten und einem groben High-Level-Umsetzungsplanung.

Risikoorientierte Steueranalyse

Wir betrachten Ihre Struktur konsequent aus der Perspektive einer künftigen Betriebsprüfung: Wo bestehen Dokumentationslücken, wo greifen Sperrfristen, wo ist die Angemessenheit von Leistungsbeziehungen zwischen den Gesellschaften angreifbar? Sie erhalten eine priorisierte Übersicht der Risiken samt konkreter Maßnahmen – von der verbindlichen Auskunft bis zur nachgeholten Verrechnungspreisdokumentation.

Detaillierte Umsetzung

Die Detailumsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit unseren Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten: Sie übersetzen die Strategie in Gesellschafterbeschlüsse, Verträge und Registeranmeldungen, koordinieren Notar- und Behördentermine und sichern die gesellschaftsrechtliche Seite jeder steuerlichen Gestaltung ab – aus einem Haus, ohne Reibungsverluste zwischen Steuer- und Rechtsberatung.

Ihre Kanzlei in Freiburg

Als etablierte Partnerschaftsgesellschaft mit Sitz in der Freiburger Wilhelmstraße verbinden wir regionale Verwurzelung mit internationaler Expertise. 

Unser Team vereint die Kompetenzen von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten unter einem Dach, was uns eine ganzheitliche Betreuung ermöglicht. In unserer Kanzlei in der Wilhelmstraße profitieren unsere Mandanten von kurzen Wegen und persönlicher Betreuung.

Durch unsere Präsenz in Freiburg kennen wir die lokalen Wirtschaftsstrukturen, Banken und Behörden sehr gut und können diese Kontakte für unsere Mandanten nutzen. Unsere digitale Ausrichtung ermöglicht es uns, Prozesse effizient zu gestalten, ohne dabei die persönliche Betreuung zu vernachlässigen. Wir verstehen uns als langfristige Partner unserer Mandanten und begleiten sie nicht nur während der Umstrukturierung, sondern stehen Ihnen auch bei die Jahresabschlusserstellung, Steuererklärungen oder als Abschlussprüfer zur Verfügung. 

Vereinbaren Sie jetzt Ihr unverbindliches Erstgespräch

de_DEGerman